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Smartwatcher: Die Uhr als Lebensretter

von Community Manager ‎07.11.2017 10:42 - bearbeitet ‎27.11.2017 15:37

Zur Freude technikaffiner Nutzer sind viele Gadgets mit zahllosen Funktionen ausgestattet. Das Schweizer Unternehmen Smartwatcher geht mit seiner Notruf-Uhr allerdings den entgegengesetzten Weg: Die Nutzer tragen auf den ersten Blick tatsächlich „nur“ eine Uhr am Handgelenk.
Zum praktischen Lebensretter wird die Smartwatcher-Uhr durch den integrierten Notrufknopf. Wird dieser gedrückt, werden Verwandte, Freunde oder professionelle Rettungsexperten in einer 24 Stunden am Tag besetzten Notrufzentrale alarmiert, die den Träger über ein Geo-Tracking präzise orten und Hilfe einleiten können. Über ein eingebautes Mikrofon und einen Lautsprecher können die alarmierten Personen Kontakt mit dem Uhrenträger aufnehmen.
© Smartwatcher / Die neue Notruf-Uhr macht sich auch gut als Accessoire.
Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen Smartwatcher vor allem auf eine seniorenfreundliche Nutzung geachtet und auf komplexe Bedienung verzichtet. Die notwendigen Einstellungen können auf dem Verwaltungsportal im Netz vorgenommen werden. Die Möglichkeit jederzeit per einfachem Knopfdruck Kontakt mit Helfern aufzunehmen, schafft ein Plus an Sicherheit, schließlich steigt die Gefahr von Stürzen oder gesundheitlichen Problemen im Haushalt oder beim Spaziergang mit dem Alter deutlich an.
Notruf-Uhr mit eigener SIM-Karte
Die Modelle „Chrono“ und „Sense“ von Smartwatcher arbeiten eigenständig über eine eingebaute SIM-Karte, das Modell „Pearl“ muss für den Betrieb per Bluetooth mit einem Smartphone verbunden sein. Wer direkt mit dem Fachpersonal in der schweizerischen Notrufzentrale verbunden werden möchte, schließt ein entsprechendes Abo ab, das es in einer erweiterten Fassung auch für viele weitere europäische Länder gibt.
Und wenn der Notfall – hoffentlich – nie eintrifft, haben die Nutzer immer noch eine attraktive Uhr am Handgelenk, die ihnen zuverlässig die Zeit anzeigt.
© Smartwatcher / Brilliant: das Modell Pearl passt auch zu festlicher Kleidung.
Ganz allein ist Smartwatcher mit seiner Idee freilich nicht auf dem Markt. Das ebenfalls in der Schweiz ansässige Unternehmen Limmex verkauft bereits seit 2011 eine Notruf-Uhr, die es erlaubt, den Träger per GPS zu orten. 2017 kam eine neue Generationen der Limmex-Uhren heraus.
Sichere Bereiche definieren
Und natürlich bauen nicht nur die Eidgenossen solche kleinen Helfer: die deutsche Firma Fairtek bietet eine SOS-Notrufuhr an, die per Knopfdruck eine Reihe festgelegter Notrufnummern anruft. Für die Nutzer kann auch ein „Geo-Zaun“ eingerichtet werden, eine genau definierte Zone, in der sich die Uhrenträger normalerweise aufhalten. Verlässt der Nutzer dieses Areal, werden seine Helfer informiert.
Über solche Sicherheitszonen verfügt auch die Notruf-Uhr „Nora“ vom deutschen Hersteller Aklebia. Gerade Demenzpatienten könnten so im Notfall rasch geortet werden.
Natürlich sind solche Uhren nicht nur für ältere oder gar desorientierte Nutzer sinnvoll. Auch wer in der Freizeit viel in unwegsamem Gelände unterwegs ist oder alleine arbeitet, dürfte die Möglichkeit zu schätzen wissen, im Notfall per Knopfdruck Hilfe zu holen. Allerdings schränken einige Hersteller ein: bei dichten Wolken, in Gebäuden oder tief im Wald könne die Ortung per GPS erschwert sein. Vor dem Kauf sollten sich Interessierte daher genau informieren, welche Notruf-Uhr für ihre Bedürfnisse am besten geeignet ist.

Kommentare
von carsten
am ‎11.12.2017 13:37

Auf Seniorentreff.de hat jemand diese Uhren angeschaut. Meist sind es chinesische Billigstuhren, die überteuert sind. Die gleiche Uhr mit mehr Funktionen läßt sich für 20% online kaufen. Ob da nun Schweiz draufsteht oder nicht ist egal.

Mit dem Stichwort "Sicherheit" kann man den Michel aber gut über den Tisch ziehen.