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Lieblingssound mit dem passenden Musik-Streamingdienst

von Community Manager ‎07.01.2018 10:10 - bearbeitet ‎08.01.2018 08:43

Die Idee von Multiroom-Beschallung ist eigentlich uralt. Schon seit Jahrzehnten durchbohrten HiFi-Bastler Wände und Decken und verlegten kilometerweise Kabel, um nach einiger Fitzelei dann nicht nur im Wohnzimmer, sondern auch in der Küche, im Bad oder im Bastelkeller den geliebten Stereosound zu haben.
Das Ziel ist heute noch das gleiche, wer mag es schließlich nicht, die Lieblingssongs in allen Lebenslagen zu hören. Nur muss man kein Handwerker mehr sein, um dieses Ziel zu erreichen, seit es die smarten Multiroom-Systeme gibt.
Diese sind in den vergangene Jahren immer beliebter geworden. Vor allem seit dem Boom der Musik-Streamingdienste ist es einfacher denn je, seine Lieblingsmusik direkt aus dem Netz auf eine Reihe von schlau platzierten Lautsprechern zu zaubern. Zumindest theoretisch.
Systeme unterstützen nicht alle Dienste
In der Praxis gibt es allerdings doch noch kleinere Hürden bei der Bedienung. Die Multiroom-Lautsprecher können zwar meist direkt über Smartphones oder Tablets angesteuert werden und somit auch Songs aus dem favorisierten Streamingdienst abspielen. Auch zum Beispiel über Googles Chromecast lässt sich in vielen Fällen die Musik auf die Speaker schicken.
© Denon / Das Heos-System von Denon unterstützt die wichtigsten Streamer.
Die komfortabelste Lösung ist das aber nicht, weil man dann schon wieder zwischen verschiedenen Apps hin- und herhüpfen muss. In aller Regel lassen sich die smarten Multiroom-Speaker ja über eine eigene App oder via Sprachsteuerung lenken. Oftmals sind in diese Apps aber nur einige Dienste eingebunden – und wenn der Lieblingstreamer nicht dabei ist, bleibt nur der Umzug samt Neuaufbau aller Playlists oder der Umweg über eine separate App.
Mittlerweile haben etliche Hersteller aber auf die veränderten Gewohnheiten der Nutzer reagiert und bieten Multiroom-Systeme an, die ihre Musikdaten aus vielerlei Diensten beziehen.
Denon Heos saugt Musik aus neun Diensten
Der japanische Hersteller Denon hat zum Beispiel mit dem Heos-System eine umfassende Palette vorgelegt. Es gibt nicht nur schick gestaltete Lautsprecher in unterschiedlichen Größen mit nachrüstbaren Subwoofern für den richtigen Wumms von unten, sondern auch ergänzende Verstärker oder Verbindungen zur vorhandenen HiFi-Anlage. Dazu unterstützt die für iOS, Android und die Kindle Fire App entwickelte Heos-App mit Spotify, JUKE!, Deezer, Tidal, Napster, Tunein, Soundcloud, Mood:Mix und Amazon Music gleich neun Streamingdienste.
Ähnlich variabel ist auch das MusiCast-System von Yamaha. Je nach persönlichen Vorlieben kann man sich aus diesem Sortiment seine Multiroom-Anlage zusammenstellen. Nicht ganz so breit gefächert ist dagegen die Palette der unterstützten Streamingdienste. Mit Spotify, JUKE!, Napster und dem französischen HiFi-Dienst Qobuz sind aber zumindest einige essenzielle Anbieter in der für iOS und Android geschriebenen App abgedeckt.
Nützliche Features wie den Party-Modus, der auf allen Lautsprechern im Haus synchron dieselbe Musik spielt, weist das Omni-System von Harman/Kardon auf. Die Speaker werden über WLAN miteinander verbunden und über eine App zentral gesteuert. Unterstützt werden darin Dienste wie Spotify, JUKE!, Deezer, Tidal, Qobuz und Shoutcast. Der Auswahl aus vielen Millionen Songs steht also nichts mehr im Wege.
Auch Sprachsteuerung zieht bei Multiroom ein
Lautsprecher in verschiedenen Formen hat Samsung für seine Reihe Wireless Audio 360 entwickelt, die beispielsweise auch am TV für perfekten Sound sorgen sollen. Direkt über die App steuern lassen sich zudem Dienste wie Napster, Spotify, Tunein und Deezer.
© Harman/Kardon / Ein bisschen Sound im Grünen oder Party im ganzen Haus? Das Omni-System erlaubt beides.
Bei Panasonics All Connected erfolgt die Steuerung über Bluetooth oder WLAN. Streamen lassen sich darüber unter anderem Spotify und Napster, genauer äußert sich Panasonic hier nicht.
Ganz offen wirbt dagegen der Hersteller Sonos dafür, dass sein One neben Apple Music, JUKE! oder Amazon Music hunderte weitere Dienste unterstützt. Zudem hat der Sonos One auch gleich Alexa integriert bekommen. Kurz vor Weihnachten wurde dann auch noch vermeldet, dass sie Spracherkennung des One per Update noch verbessert werden soll.