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Innogy: Lass die Sonne rein!

von Community Manager ‎30.05.2017 17:38 - bearbeitet ‎20.10.2017 15:19

Klare Sache: Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien, denn die alten fossilen Energieträger sind endlich und schon jetzt vielerorts nicht mehr wirtschaftlich zu gewinnen. Das haben seit einiger Zeit auch die klassischen Energiekonzerne erkannt – zuletzt auch Innogy, seit gut einem Jahr die „grüne“ Tochtergesellschaft von RWE. Mit der flotten Werbekampagne „Lass die Sonne rein!“, zahlreichen Smart-Home-Lösungen und einer neuen Kooperation wollen die Essener nun die Sonnenhungrigen unter den preis- und umweltbewussten Kunden glücklich machen.

Die Botschaft ist einfach: Wer Sonnenstrom vom eigenen Dach selbst im Haus nutzt, kann seine Stromrechnung erheblich reduzieren. Und wird diese Nutzung intelligent geplant, kann sogar noch mehr Sonnenstrom verbraucht werden – und zwar dann, wenn gerade viel Sonne scheint, etwa zum automatischen Einschalten von Spül- oder Waschmaschine, Trockner oder Teichpumpe, bis hin zum Laden des Elektroautos.
Elektrische Geräte einschalten, wenn die Sonne scheint
Kombiniert mit einem modernen Stromspeicher, geht das natürlich auch dann, wenn‘s regnet – eigentlich sogar vorzugsweise genau dann, eben weil der in Sonnenphasen gewonnene Strom intelligent verwendet wird. Genau richtig für die nächste Sonnenphase, in der wieder neuer Strom erzeugt werden kann.
© Innogy / Solaranlagen liefert Innogy als Rundum-Paket.
Der Clou im Werbespot ist die „Sonnengarantie“: 50 Euro gibt es beim hauseigenen Ökostrom-Tarif zurück, wenn die Sonne weniger als 1500 Stunden im Jahr scheint – was tatsächlich im Bereich des Möglichen ist, weil in den letzten Jahren die Sonne Deutschland im Durchschnitt nur ein paar Dutzend Stunden länger beschienen hat; im vergangenen Jahr allerdings waren es 85 Stunden mehr. Trotzdem soll sich der Innogy-Deal lohnen: Entweder scheint viel Sonne und die Photovoltaik-Anlage liefert viel Strom ins Haus, oder bei Regen kann durch intelligentes Energiemanagement viel Strom verbraucht werden. Und bei „zu viel“ Regen gibt es Geld zurück.
Die Sonnengarantie ist Bestandteil eines Pakets, das für unter 5000 Euro eine komplette Anlage sowie Planung, Montage, Überwachung und 5-Jahres-Versicherung enthält. Die Komponenten stammen von deutschen Herstellern, die Installation erfolgt durch regionale Fachpartner vor Ort.
© Innogy / Starter-Paket für innogy SmartHome
Egal ob eine neue Anlage von Innogy oder eine schon bestehende kompatible: Voraussetzung für das Energiemanagement ist „innogy SmartHome“, mit dem sich über zwei Dutzend Geräte über eine App – auch aus der Ferne – steuern lassen, zum Beispiel Lichtschalter, smarte Heizungsthermostate, Funkstecker zum Dazwischenschalten, Tür- und Fenstersensoren. Im Starter-Paket für 249 Euro sind die Steuerungszentrale, eine Funksteckdose, ein Funktaster und zwei Thermostate bereits enthalten.
Einbindung der Innogy-Haussteuerung in Anlagen mit SMA-Wechselrichter
Praktischerweise hat Innogy erst kürzlich die Kooperation mit SMA Solar Technology bekanntgegeben, einem der bekanntesten Unternehmen auf dem Gebiet der Solartechnologie. Da viele Photovoltaik-Anlagen auf deutschen Hausdächern mit den Anlagen- und Batterie-Wechselrichtern von SMA ausgestattet sind, wurde die Innogy-Haussteuerung auf diese Technik abgestimmt – mit dem Ziel, dass die PV-Anlagen wirtschaftlicher betrieben werden können.
© SMA Solar Technology / Wechselrichter von SMA können jetzt in innogy SmartHome eingebunden werden.Wechselrichter wandeln Gleichspannung in Wechselspannung, so wie man es zum Beispiel von Wohnmobilen kennt, wo der Betrieb normaler 230-Volt-Geräte über 12-Volt-Batteriesysteme möglich wird. Bei PV-Anlagen wiederum muss der gewonnene Gleichstrom in das Stromnetz eingespeist werden.
Nun also können Photovoltaik-Wechselrichter von SMA direkt in die Innogy-Haussteuerung eingebunden werden. Voraussetzung für die Einbindung der Geräte ist, dass sie über die Schnittstelle „Speedwire“ verfügen.
Die intelligente Steuerung des Solarstroms ist das eine – das andere die effiziente Nutzung. Batteriespeicher speichern den gewonnenen Strom für die Zeiten, wenn die Sonne nicht scheint. Deshalb sind Innogy-Solaranlagen für Batteriespeicher fertig vorbereitet, teilweise sind sogar die Smart-Home-Pakete gleich dabei. So lassen sich rund 70 Prozent des Sonnenstroms vom eigenen Dach selbst nutzen, was die Stromrechnung deutlich kleiner ausfallen lässt.
Eine Besonderheit ist dabei die Verknüpfung von Sonnenstrom und Mobilität: Über die Innogy-Lade-Box lädt die Haussteuerung das Elektroauto immer dann, wenn es gerade zu Hause parkt und viel Solarstrom auf dem Dach erzeugt wird oder im Batteriespeicher vorhanden ist. Ob die Sonne scheint oder es regnet: Innogy will mit seiner Kampagne privaten Haushalten das Thema Solarstrom schmackhaft machen und schnürt dazu ein interessantes Rundum-sorglos-Paket aus kompletten Anlagen und Smart-Home-Komponenten. Nutzt man auch den Innogy-Ökostrom-Tarif, gibt es noch etwas dazu: das Gefühl, „sonnenlose Tage“ plötzlich als gar nicht mehr so schlimm zu empfinden.